Aktuelles 2007
Sonnenenergie vom neuen Dach

Gemeinde Meinborn lässt gegenwärtig ihr Dorfgemeinschaftshaus umfassend sanieren - Land schießt etwa 100 000 Euro zu
Für ihr Dorfgemeinschaftshaus geben die Meinborner in diesem Jahr viel Geld aus. Das tut auch dringend not, denn der Zustand ließ einiges zu wünschen übrig. Diese Wünsche erfüllen sich die Bürger jetzt.
MEINBORN. Was der Gemeinde Meinborn im Vorjahr aufgrund eines fehlenden Landeszuschusses noch verwehrt blieb, setzt sie nun Schritt für Schritt in die Tat um: die umfassende Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses. Laut Ortsbürgermeister Gerhard Lindner bewilligte Mainz inzwischen die beantragten rund 100 000 Euro aus dem Investitionsstock. Das entspricht 40 Prozent der Gesamtinvestitionssumme von 260 000 Euro. Die Gemeinde Meinborn stemmt demzufolge die Kosten in Höhe von 160 000 Euro. Diese Ausgabe ist bereits im Wirtschaftsplan vorfinanziert (die RZ berichtete).
Am ehemals maroden Gebäude hat sich mittlerweile einiges getan. Das alte Dach ist einem neuen aus Aluminium gewichen. Vorbei die Zeit, als Wasser eindrang und infolge schlechter Dämmung viel Energie verloren ging. Die Firma Bauko-Solar aus Meinborn montiert gegenwärtig eine Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von 18 Kilowatt auf dem Dorfgemeinschaftshaus. Auf diese Weise will die Gemeinde alternative Energiequellen - in diesem Fall die Sonne - für die Allgemeinheit nutzen. Doch damit sind die Sanierungspläne noch längst nicht erschöpft. "Wir erneuern auch die Heizungsanlage", sagt Gerhard Lindner. Derzeit verrichtet noch ein "normales" Gasaggregat seinen Dienst. Künftig soll aber eine moderne Brennwertheizung für angenehme Wärme im Haus sorgen. Zwar hat der Gemeinderat auch über eine Pelletheizung nachgedacht. "Doch das hätte wegen Platzmangels weitere Investitionen etwa in einen Pelletbunker nach sich gezogen, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen würden", erklärt der Ortsbürgermeister im RZ-Gespräch.
Zudem lassen die Meinborner "eine größere Fensterfront" austauschen. "Die alten sind nicht mehr auf der Höhe der Zeit", weiß Lindner. Heizung und Fenster sollen erst im September geliefert und dann umgehend eingebaut werden. Deshalb lässt sich das Ende der Sanierungsarbeiten heute noch nicht genau festlegen.
Im Dorfgemeinschaftshaus will die Gemeinde neben der Eingangstür auch noch die eine oder andere Tür durch eine neue ersetzen. Das liegt laut Gerhard Lindner noch im Kostenrahmen. Ob darüber hinaus noch "Luft" bleibt, um weiteres anzupacken, "wird sich zeigen". Gezeigt haben sich auf jeden Fall schon die Bürger von Meinborn. Lindner: "Engagierte Frauen haben nach den groben Arbeiten für Klarschiff im Haus gesorgt. Und auch die neue Dämmung im Bereich zwischen Dach und Fenstern sowie diverse kleinerer Reparaturen an der Fassade haben wir Bürgern zu verdanken." Ralf Grün